© Annette Kurka - Fotolia.com

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Gemeinden dürfen von den Besitzern von Kampfhunden auch eine höhere Hundesteuer verlangen. Sie brauchen dabei nicht selbst ermitteln, ob der jeweilige Hund wirklich gefährlich ist, sondern auf die in der Kampfhundeverordnung des jeweiligen Bundeslandes enthaltene Rasseliste zurückgreifen. Dies hat der Verwaltungsgerichtshof-Baden Württemberg mit Sitz in Mannheim am 16.04.2009 entschieden (Az. 2 S 1619/08).

Die Richter stellten fest, dass eine Gemeinde in Baden-Württemberg aufgrund der örtlichen Hundesteuersatzung von die Besitzerin eines American Stafford Terriers 600,- Euro Hundesteuer jährlich verlangen darf, obwohl dort die Besitzer von anderen „ungefährlichen“ Hunden – wie deutschen Schäferhunden, Dobermännern und Rottweilern – normalerweise nur 81 Euro Hundesteuer zu zahlen brauchen. Anders ist das nach Ansicht der Richter nur dann, soweit die Rasseliste wissenschaftlich überholt ist. Dies sei vorliegend jedoch nicht der Fall.

Das Gericht hat nicht die Revision zum Bundesverwaltungsgericht  zugelassen. Es ist aber denkbar, dass die Klägerin hiergegen Nichtzulassungsbeschwerde einlegt.