Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen den Besuch Ihres Steuerberaters sponsert, sieht das Finanzamt dies als steuerpflichtigen Arbeitslohn an. Das kommt daher, weil Sie dadurch die Kosten für das Honorar sparen und dadurch einen vermögenswerten Vorteil erlangt haben. Anders ist das nur, wenn der Arbeitgeber überwiegend einen eigenbetrieblichen Zweck verfolgt. Dann darf das Finanzamt auch keine Versteuerung durchführen. Die Frage ist, ob das auch bei Abschluss einer Nettolohnvereinbarung gilt. Hiermit hat sich das Finanzgericht Düsseldorf kürzlich beschäftigt.

Im zugrundeliegenden Fall übernahm ein japanischer Arbeitgeber alle anfallenden Steuern und Abgaben für seine Arbeitnehmer. Im Gegenzug dazu traten diese ihre Erstattungen von Steuern und Sozialabgaben an die Firma ab und verpflichteten sich zur Einschaltung eines Steuerberaters.

Das Finanzgericht Düsseldorf entschied am 05.12.2007, dass es sich gleichwohl um steuerpflichtigen Arbeitslohn handelt (Az. 7 K 1743/07 H (L)). Das Gericht begründete das damit, dass der Arbeitgeber nur zu diesen Bedingungen so großzügig war. Er verfolge damit keinen eigenbetrieblichen Zweck, sondern wolle seinen Beschäftigten was Gutes tun. Gegen diese Entscheidung ist eine Revision vor dem Bundesfinanzhof anhängig (Az. VI R /08) .

Die Entscheidung ist erhältlich unter http://www.nrwe.de  – Rechtsprechungsdatenbank des Landes NRW.