(c) ArtmannWitte - Fotolia.com

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Im Streitfall organisierten sich Händler eines Produktes in einem Verein. Die Vereinsbeiträge wurden jeweils nach den Umsätzen der einzelnen Händler bemessen. Der Verein übernahm die Werbung und Verkaufsveranstaltungen für das Produkt.
Das Finanzamt vertrat die Auffassung, dass es sich bei den Mitgliedsbeiträgen um nicht steuerbare Leistungen handelt, weil es nicht zu einem Leistungsaustausch zwischen Mitgliedern und Verein kommt.  Das Finanzgericht und der Bundesfinanzhof stellten jedoch fest, dass es sich um Entgelt im Leistungsaustausch handelt. Durch die Werbemaßnahmen des Vereins dienten die Leistungen in erster Linie dem wirtschaftlichen Interesse der Mitglieder. Auch die unterschiedlich hohen Mitgliedsbeiträge sind dabei unerheblich.
Im Ergebnis muss der Verein daher zwar Umsatzsteuer auf die Mitgliedsbeiträge abführen, konnte aber gleichzeitig ihm in Rechnung gestellte Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen.
(BFH, Urteil v. 29.10.2008 – XI R 59/07)

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