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Das Bundesfinanzministerium hat sich mit der steuerlichen Behandlung von Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche beschäftigt, um eine bundesweit einheitliche Behandlung herbeizuführen.
Da die Ehrenamtlichen häufig für Vereine tätig sind, die aber wiederum meistens nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind, liegt es in besonderem Interesse der Beteiligten, keine Umsatzsteuer entstehen zu lassen. Klar ist, dass das Entgelt umsatzsteuerfrei ist, wenn es aus Auslagenersatz oder einer angemessenen Entschädigung für Zeitversäumnis besteht. Das aktuelle BMF-Schreiben vom 27.03.2013 enthält außerdem klarstellende Ausführungen bezüglich der in 2012 eingeführten Betragsgrenzen für ein angemessenes Entgelt bei ehrenamtlicher Tätigkeit.
Die Umsatzsteuerpflicht liegt danach nicht vor, wenn die Vergütungen für ehrenamtliche Vorstände, Chorleiter, Sporttrainer oder ehrenamtliche Tätigkeiten für den Betrieb gewerblicher Art einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, also z.B. Sparkassen oder Verkehrsbetriebe, nicht mehr als 50 Euro pro Stunde und 17.500 Euro pro Jahr beträgt. Hierfür gilt allerdings die Voraussetzung, dass der tatsächliche Zeitaufwand schriftlich fixiert wird und dadurch auch für das Finanzamt nachvollziehbar ist. Für die Betragsgrenzen ist echter Auslagenersatz, also z.B. der Ersatz von Reisekosten, nicht mit einzurechnen.
Eine Neuerung gibt es aber beim monatlich oder jährlichen gezahlten pauschalen Auslagenersatz. Dieser bleibt nur dann von der Umsatzsteuer befreit, wenn durch die Satzung oder durch Vorstandsbeschluss des Vereins die Anzahl an Stunden pro Woche, Monat oder Jahr festgelegt wird und auch die maximalen Größen nicht überschritten werden. Den Vereinen und Ehrenamtlichen wird für die entsprechende Änderung eine Frist bis zum 31. März 2014 eingeräumt.