(c) Gennadiy Poznyakov - Fotolia.com

Das Umsatzsteuergesetz sieht eine Steuerbefreiung vor für Umsätze, die für eine ehrenamtliche Tätigkeit erzielt werden und Auslagenersatz oder eine angemessene Entschädigung für Zeitversäumnis sind. Ein BFM-Schreiben vom Anfang des Jahres beschäftigte sich mit der Angemessenheit und ging dabei davon aus, dass ein Betrag von maximal 50 Euro je Tätigkeitsstunde angemessen ist. Insgesamt dürfen diese Einnahmen jedoch maximal 17.500 Euro im Jahr betragen. Letztlich sollte dieses Schreiben ab dem 01 Januar 2013 gelten. Nun sollten sich die Verbände auch noch dazu äußern.
Die Bundessteuerberaterkammer hat folgendes dazu mitgeteilt:
Es sollte klar gestellt werden, dass unter Auslagenersatz in erster Linie Fahrtkosten, Telefonkosten, Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten zu verstehen sind. Nicht nur Pauschalen sondern auch tatsächliche Kosten sollten ersetzt werden können. Außerdem wünscht sich die BStBK eine nähere Definition zum Auslagenersatz mit Nennung von Beispielen.
Da das BMF-Schreiben offen lässt, wie der Zeitaufwand nachgewiesen werden soll und kann, empfiehlt die BStBK eine Aufzeichnung über einen repräsentativen Zeitraum von z.B. drei Monaten oder das Aufbewahren von Belegen im Zusammenhang mit der ehrenamtlichen Tätigkeit als ausreichend anzusehen.
Das BMF-Schreiben befasst sich außerdem mit den zwei unterschiedlichen Ehrenamtsfreibeträgen (500,00 Euro bzw. 2.100 Euro, Übungsleiterpauschale). Leider tragen die dort genannten Beispiele nicht zur Klärung bei, wann welcher Freibetrag anzuwenden ist. Hier wünscht sich die BStBK mehr Klarheit in der Formulierung der Beispiele und die richtige Benennung der Tätigkeiten.
Abgesehen davon empfiehlt die BStBK eine Übergangsfrist von einem Jahr ab dem 01.01.2013 einzuräumen.