Als Verein sind Sie normalerweise im Rahmen Ihrer Betätigung als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb dazu verdonnert, Ihren Kunden Umsatzsteuer abzuknöpfen und diese an das Finanzamt abzuführen. Anders ist es, wenn der Umsatz des Vorjahres nicht höher ist als 17.500 Euro und er im laufenden Jahr voraussichtlich nicht die Grenze von 50.000 Euro überschreitet. In diesem Fall dürfen Sie wählen, ob Sie auf die Erhebung von Umsatzsteuer verzichten oder nicht.

Wenn Sie hier aus Versehen von zu einem hohen Einkommen im laufenden Jahr ausgehen, haben Sie normalerweise Pech gehabt.

Anders ist es unter Umständen dann, wenn Ihnen diese Irrtum als Existenzgründer bei dem Ausfüllen des Steuererfassungsbogens vor dem Beginn Ihrer Tätigkeit unterläuft. Hier sind Sie nach einer aktuellen Entscheidung des Finanzgerichtes Düsseldorf nur dann an Ihre Einschätzung gebunden, wenn diese aufgrund von realistischen Erwartungen getroffen worden ist. Wenn das nicht der Fall ist, dürfen Sie sich nach Ansicht der Richter rückwirkend auf die Kleinunternehmerregelung berufen- und brauchen generell keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen.

Im zugrundeliegenden Fall hatte der Unternehmer dies bereits geahnt. Er hatte seinen Kunden gar keine Umsatzsteuer in Rechnung gestellt.

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