(c) Daniel Fuhr - Fotolia.com

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Ein gemeinnütziger Verein betrieb sozialwissenschaftliche Forschungen und finanzierte die Forschungstätigkeit durch Zuschüsse aus der öffentlichen Hand. Der Verein klagte vor dem Finanzgericht München und wandte sich gegen die Vorsteuer-Aufteilung in einen abzugsfähigen und einen nicht abzugsfähigen Vorsteuerteil.
Leider ohne wenig Erfolg. Das FG München wies die Klage größtenteils ab und stellte klar, dass ein gemeinnütziger Verein, der sich weitgehend auch steuerfreien Zuschüssen finanziert die Vorsteuern aus steuerpflichtigen Eingangsleistungen nur abziehen kann, wenn und soweit diese direkt und unmittelbar mit steuerpflichtigen Ausgangsleistungen zusammenhängen. Fehlt der Nachweis für einen direkten und unmittelbaren Zusammenhang zwischen den Eingangs- und Ausgangsumsätzen ist ein Vorsteuerabzug möglich. Nämlich dann, wenn die entstandenen Aufwendungen zu den allgemeinen Aufwendungen des Vereins gehören und damit einen Bestandteil des Preises haben, der auf die gelieferten Gegenstände oder erbrachten Dienstleistungen des Vereins entfällt. Geht der Verein allerdings einer wirtschaftlichen als auch einer nichtwirtschaftlichen Tätigkeit nach, können die Vorsteuerbeträge nur dann abgezogen werden, wenn sich die Aufwendungen auf den wirtschaftlichen Bereich beziehen.
(FG München v. 05.11.2008 – 3 K 3427/03)

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