Als Vereinsvorstand müssen Sie von Ihren Bezügen, der Ihnen der Verein für die Ausübung Ihrer Tätigkeit zahlt, normalerweise auch Umsatzsteuer abführen. Anders ist das nur dann, wenn es sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit handelt. Eine ehrenamtliche Tätigkeit liegt nicht nur dann vor, wenn Sie auf Ihren Kosten sitzen bleiben. Der Verein darf Ihnen dafür eine Aufwandsentschädigung bezahlen. Diese sollte jedoch maßvoll sein und sich am besten nur an Ihren Ausgaben orientieren. Ein kleines Zubrot als Entschädigung für die investierte Zeit ist eventuell auch noch drin.

Ist die Aufwandsentschädigung jedoch schon fast so großzügig bemessen wie eine Vergütung, steht dem Finanzamt auch Umsatzsteuer zu. Das gilt besonders dann, wenn Sie auch noch 40 Stunden oder mehr wöchentlich für den Verein tätig sind. Dies hat jetzt der Bundesfinanzhof entschieden (XI R 70/07). Da hilft es Ihnen auch nichts, wenn in der Vereinssatzung von einer „ehrenamtlichen“ Tätigkeit die Rede ist.

Kommentar hinterlassen