Wer will das abweichende Wirtschaftsjahr?

Der Bundesfinanzhof sieht's locker.

Grundsätzlich entspricht das Wirtschaftsjahr eines Gewerbetreibenden dem Kalenderjahr. Land- und Forstwirte haben jedoch grundsätzlich ein sog. abweichendes Wirtschaftsjahr, nämlich vom 01. Juli bis 30. Juni. Sind sie gleichzeitig noch Gewerbetreibende, so können sie mit Zustimmung des Finanzamts das für den...

Speisekarten für den Betriebsprüfer

Sind Speisekarten zwangsläufig aufzuheben?

Die Abgabenordnung schreibt vor, dass sonstige Unterlagen aufzubewahren sind, die für die Besteuerung von Bedeutung sind. Ähnlich besagt das Umsatzsteuergesetz, dass der Unternehmer Aufzeichnungen führen muss, die zur Feststellung der Steuer und Grundlagen ihrer Berechnung wichtig sind. Darunter fällt auch,...

Kontierung auf elektronischen Rechnungen

Wie ist mit der Kontierung bei elektronischen Rechnungen zu verfahren?

Immer häufiger wird von elektronischen Rechnungen Gebrauch gemacht. Immerhin spart dies Geld für Papier, Druck und Porto und auch Zeit für den Versand. Diese elektronischen Rechnungen stellen auch selten mehr ein Problem dar, weder für den Empfänger, noch für die...

Alte Unterlagen ade

Welche Unterlagen können vernichtet werden?

Viele Unternehmer gehen es in diesen Tagen an – das Befreien vom Papier-Ballast. Da Unternehmer bzw. Kaufleute verpflichtet sind (nach dem Handels- und Steuerrecht) Geschäftsunterlagen aufzubewahren, ist der 01. Januar immer ein Stichtag hinsichtlich der Vernichtung von Unterlagen. Damit wird...

Ordnungsgemäße Buchführung „light“

Die Kontierung ist nicht notwendig.

Immer wieder schwirrt die „ordnungsgemäße Buchführung“ durch den Raum. Wie kann man die herstellen? Was bedeutet es überhaupt? Grundsätzlich müssen alle Geschäftsvorfälle so erfasst werden, dass sie retrograd und progressiv überprüfbar sind. D. h. bei der progressiven Überprüfung liegt der...

Geschäftsreisende

Alle Jahre wieder - neue Pauschsätze für Auslandsreisekosten.

Reisekosten sind für Unternehmer steuerlich absetzbar, wenn die Reise betrieblich veranlasst ist. Abzugsfähig sind Fahrtkosten, Verpflegungskosten, Übernachtungskosten und Nebenkosten. Die Verpflegungskosten können jedoch nur teilweise als steuerliche Betriebsausgaben abgesetzt werden, da es sich dabei um sogenannte beschränkt abzugsfähige Betriebsausgaben handelt....

Voller Betriebsausgabenabzug für Leasingfahrzeuge

Die bisher gängige Praxis der Finanzämter den Betriebsausgabenabzug für unter 50% beruflich genutzte Pkws einzuschränken hat das Finanzgericht Köln ignoriert.

Im vorliegenden Fall nutzte ein Zahnarzt seinen geleasten Pkw zu 30% für seine freiberufliche Tätigkeit. In der Einnahmen-Überschussrechnung berücksichtigte er die gesamten Pkw-Kosten als Betriebsausgaben und versteuerte im Gegenzug die private Nutzung nach der sog. 1%-Regelung. Das Finanzamt wollte den...

Tageszeitung als reines Privatvergnügen

Der Bezug einer allgemeinen Tageszeitung ist steuerlich nicht berücksichtigungsfähig.

Im vorliegenden Fall hatte ein Steuerberater geklagt, weil er die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ als Werbungskosten (oder Betriebsausgaben) absetzen wollte. Dabei stütze er sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs, in dem ein Steuerberater zur Vermeidung von Regressansprüchen eine gut informierte Tageszeitung...

Keine zeitlichen Einschränkungen zur Wahl der Gewinnermittlungsart

Die Gewinnermittlungsart kann noch während der Erstellung des Jahresabschlusses gewählt werden.

Gewerbetreibende, die nicht nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) oder durch Überschreiten von bestimmten steuerlichen Grenzen (z. B. Umsatz) buchführungspflichtig sind, können zwischen Einnahmen-Überschussrechnung und Bilanz wählen. Im vorliegenden Fall ging es um eine GbR deren zwei Gesellschafter ein zunächst...

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten bleiben in der Bilanz unverändert

Der BFH sieht keine Veranlassung für eine gewinnmindernde Teilwertzuschreibung bei zehnjährigen Fremdwährungsverbindlichkeiten bei Kurserhöhung.

Seit 1999 sind Teilwertabschreibungen auf Wirtschaftsgüter oder Teilwertzuschreibungen von Verbindlichkeiten nur noch bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zulässig. Daher war im vorliegenden Fall streitig, ob eine Fremdwährungsverbindlichkeit zum Bilanzstichtag zu erhöhen ist. Es ging um ein Schiffshypothekendarlehen in japanischen Yen,...