Steuerermäßigung für Abfindungen

Nicht für jede Abfindung erhält der Steuerpflichtige eine Steuerermäßigung.

Nach dem Einkommensteuergesetz besteht die Möglichkeit außerordentliche Einkünfte ermäßigt zu besteuern. Dies ist die sog. Fünftelregelung. Was außerordentliche Einkünfte sind besagt ebenfalls das Einkommensteuergesetz. Allerdings bedeutet die Benennung der außerordentlichen Einkünfte im Einkommensteuergesetz nicht, dass sie zwangsläufig ermäßigt besteuert werden,...

Ist ein Ferrari als betriebliches Fahrzeug unangemessen?

Der BFH entschied im Einzelfall, dass die Kosten für einen Ferrari unangemessen sein können.

Das Steuerrecht kennt die Vorschrift, dass Aufwendungen eines Gewerbetreibenden unangemessen hoch sein können und damit als nicht abziehbare Betriebsausgaben eingestuft werden. Hier ging es um einen Tierarzt (Kläger), der einen Ferrari Spider geleast hatte. Im Jahr 2005 fuhr er diesen...

Unterhalt trotz Investitionsabzugsbetrag

Kann der Unterhalt trotz Investitonsabzugsbetrag abgesetzt werden?

Werden Angehörige, z.B. die Mutter, mit einem Unterhalt unterstützt, kann dies in der Einkommensteuererklärung als Unterhaltsaufwand berücksichtigt werden. Allerdings sind Unterhaltsaufwendungen nur dann zwangsläufig und als außergewöhnliche Belastung anzuerkennen, wenn sie in einem angemessenen Verhältnis zum Nettoeinkommen des Leistenden stehen...

Ein Arzt ist nicht immer ein Freiberufler

In einer Gemeinschaftspraxis müssen alle gleich behandeln und behandelt werden.

Das Steuerrecht kennt eine sog. Abfärbewirkung. Das ist der Umstand der eintritt, wenn gewerbliche Einkünfte auf ansonsten freiberufliche Einkünfte abfärben und sie damit zu ebenfalls gewerblichen Einkünften umändern. Im konkreten Fall ging es um eine bestehende Gemeinschaftspraxis, die eine weitere...

Investitonszulage für verbrannte Wirtschaftsgüter

Es ist nicht nur wichtig was mit dem Wirtschaftsgut passiert.

Hier ging um eine GmbH, die mit ihrem Geschäftsbetrieb im Juli 2008 begann. Bereits im Dezember 2008 beantragten die Geschäftsführer die Eröffnung des Insolvenzverfahrens und beauftragten einen Insolvenzverwalter (Kläger). Im Januar 2009 führte ein Brand zum völligen Ausfall der Produktionslinie....

Herausgabe von geerbtem Betriebsvermögen

Bei der Weitergabe von geerbtem Betriebsvermögen ist Vorsicht geboten!

Bei der Berechnung der Erbschaft- oder Schenkungsteuer für Betriebsvermögen gibt es unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. Behaltensfristen, Freibeträge und verminderte Wertansätze. Fallen die Voraussetzungen jedoch später weg, werden diese Vergünstigungen wieder aufgehoben, sodass letztlich doch eine Erbschaft- oder Schenkungsteuer entsteht. Hier...

1%-Regelung vs. Investitionsabzugsbetrag

Für den Investitionsabzugsbetrag muss die private Nutzung gering ausfallen.

Hier ging es um eine Unternehmerin, die in 2010 ein Fahrzeug anschaffen und hierfür in 2oo8 einen Investitionsabzugsbetrag in Anspruch nehmen wollte. Doch war es fraglich, ob der Investitionsabzugsbetrag tatsächlich in Anspruch genommen werden konnte. Denn für die Privatnutzung des...

Darlehensverträge von Verwandten

Der Bundesfinanzhof sieht Darlehensverträge zwischen Verwandten nicht so verbissen wie die Finanzverwaltung.

Werden Verträge zwischen nahen Angehörigen abgeschlossen, wird das Finanzamt schon mal hellhörig. Darlehensverträge werden gerne genutzt um Einkommen zu verlagern, z.B. von den Eltern auf ihre Kinder. Sind die Zinsen bei den Eltern Werbungskosten oder Betriebsausgaben und führen die Zinseinnahmen...

Versteuerung von Abfindungen

Abfindungen sind nur unter bestimmten Voraussetzung ermäßigt zu besteuern.

Abfindungen wegen Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen werden ermäßigt besteuert, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind. Es muss sich um die Zusammenballung von Einkünften handeln. Das ist der Fall, wenn der ehemalige Arbeitnehmer in dem Jahr der Abfindung insgesamt mehr vereinnahmt, als er...

Liebhaberei bei Rechtsanwälten

Auch ein Anwalt mit angestellten Anwälten ist nicht vor der Einstufung zur Liebaberei sicher.

Werden nachhaltig nur Verluste erzielt, geht das Finanzamt von sog. Liebhaberei aus. D.h. die Verluste werden nicht anerkannt. Im konkreten Fall ging es um einen Rechtsanwalt, der zwei angestellte Anwälte beschäftigte, seine Kanzlei mit Gewinnerzielungsabsicht betreibt. Über acht Jahre erzielte...