Das bloße Verpachten eines Betriebs genügt nicht als Voraussetzung für den § 7g EStG.

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Der § 7g (altes Recht) des Einkommensteuergesetztes regelte die sog. Ansparabschreibung sowie Sonderabschreibungen für kleinere und mittlere Unternehmen. Wurde eine Ansparabschreibung für die Anschaffung eines abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsguts des Anlagevermögens berücksichtigt, kann eine Sonderabschreibung bis zu 20% ab dem Jahr der Anschaffung in Anspruch genommen werden.
Das Finanzgericht Köln stellte nun fest, dass der § 7g EStG für einen Betrieb der lediglich langfristig Wirtschaftsgüter verpachtet (im zu entscheidenden Fall eine Betriebsverpachtung im Ganzen) keine Anwendung findet, da er die Voraussetzungen nicht erfüllt. Nach Auffassung des FG Köln muss es sich um einen werbenden und aktiv am wirtschaftlichen Verkehr teilnehmenden Betrieb handeln.
Der Pächter des Betriebes fällt somit sehr wohl unter die Anwendungsregelungen des § 7g EStG.
Anmerkung: Der neue § 7g EStG ist ähnlich anzuwenden. Die Ansparabschreibung heißt nun Investitionsabzugsbetrag. Die Sonderabschreibung ist geblieben. Die Handhabung des Investitionsabzugsbetrags ist etwas verändert worden, der wesentliche Gedanke des § 7g EStG ist aber unverändert.
(FG Köln v. 24.09.2008, 7 K 1431/07)