Terminverlegung wegen geschäftlichem Termin?

Steuerzahler haben bei einem wichtigen geschäftlichen Termin eventuell einen Anspruch darauf, dass das Finanzgericht den später festgesetzten Termin für eine mündliche Verhandlung verschiebt.Dies hat der Bundesfinanzhof klargestellt.

Ein Steuerzahler hatte zunächst eine Geschäftsreise ins Ausland gebucht, die mit einem Flug verbunden war. Plötzlich erhielt er Post vom Finanzgericht. Dieses teilte ihm mit, wann die mündliche Verhandlung in einem von ihm geführten Klageverfahren gegen das Finanzamt stattfindet. Dummerweise...

Einspruchsfrist verpasst: Tipps für Steuerzahler

Wer die Frist für die Einlegung eines Einspruchs versäumt hat, kann dennoch Glück haben. Dies gilt z.B. im Falle einer schweren Krankheit oder einem längeren Urlaub.

Steuerzahler die ihren Steuerbescheid erhalte, sollten diesen so bald wie möglich auf Fehler untersuchen. Denn nach Ablauf der Frist für einen Einspruch von einem Monat kann häufig nichts mehr dagegen unternommen werden. Doch das gilt allerdings nicht ausnahmslos. Zunächst einmal...

Aussetzung der Vollziehung von Steuerbescheid: Hohe Aussetzungszinsen verfassungswidrig?

Wer bei einer Steuernachzahlung die Ausetzung der Vollziehung des Steuerbescheides beantragt, der geht bislang ein hohes Zinsrisiko ein. Allerdings ist fraglich, ob die nach dem Gesetz zu entrichtenden Aussetzungszinsen verfassungswidrig sind.

Wer vom Finanzamt einen Steuerbescheid erhält, muss eine Steuernachzahlung normalerweise auch bei Einlegung eines Einspruchs zunächst mal begleichen. Denn die Einlegung eines Rechtsmittels hat hier normalerweise keine aufschiebende Wirkung. Dies können Steuerzahler nur verhindern, in dem sie einen Antrag auf...

Finanzamt braucht im Steuerbescheid nicht auf Einspruchsmöglichkeit per E-Mail hinzuweisen

Muss das Finanzamt im Stuerbescheid ausdrücklich darüber aufklären, ob ein Einspruch per E-Mail zulässig ist? Hierzu hat der Bundesfinanzhof jetzt eine abschließende Entscheidung getroffen.

Die Finanzgerichte haben bislang unterschiedlich darüber entschieden, inwieweit das Finanzamt hierauf in der Rechtsbehelfsbelehrung hinweisen muss. Das niedersächsiche Finanzgericht hielt ihn in seinem Urteil vom 24.11.20122  (Az. 10 K 275/11) für notwendig. Anders jedoch unter anderem das Finanzgericht Köln mit...

Keine Wiedereinsetzung bei Rechtsmittel in der letzten Sekunde

Manche Steuerpflichtige und auch Steuerberater legen Rechtsmittel erst kurz vor Abauf der jewieligen Frist ein- und wundern sich dann, wenn das Faxgerät nicht funktioniert. Dies kann fatale Folgen haben-denn Gerichte dürfen hier unter Umständen knallhart sein und die Wiedereinsetzung verweigern.

Vorliegend ging es darum, dass sich ein Steuerberater mit der Begründung seiner Nichtzulassungsbeschwerde bis zum letzten Moment Zeit gelassen. Etwa eine halbe Stunde vor Ablauf der Frist wollte er dem Gericht ein Fax von über 20 Seiten über das Gerät...

Muss das Finanzamt im Steuerbescheid auf Einspruch per E-Mail hinweisen?

Viele Steuerpflichtige wissen nicht, dass sie gegen einen rechtswidrigen Steuerbescheid normalerweise auch Einspruch per E-Mail einlegen können. Doch muss das Finanzamt sie darauf in der Rechtsbehelfsbelehrung hinweisen? Hierzu gibt es jetzt eine neue Entscheidung des FG Düsseldorf - die allerdings kaum Klarheit schafft.

Steuerzahler sollten sich nicht darauf verlassen, dass das Finanzamt einen tadellosen Steuerbescheid erlässt. Häufig macht das Finanzamt Fehler, indem es beispielsweise gelten gemachte Werbungskosten übersieht oder rechtswidrig ablehnt. Von daher sollten Sie Ihren Steuerbescheid gründlich durchlesen und ihn mit den...

Einpruch gegen Steuerbescheid per E-Mail

Können Steuerzahler gegen ihren rechtswidrigen Steuerbescheid auch Einspruch per E-Mail einlegen? Das ist sehr oft der Fall, obwohl darauf nicht im Steuerbescheid ausdrücklich hingewiesen wird.

Wenn Sie als Steuerzahler einen rechtswidrigen Steuerbescheid erhalten haben, können Sie sich dagegen wehren. Hierzu müssen Sie normalerweise einen Einspruch innerhalb eines Monats an das zuständige Finanzamt geschickt haben (maßgeblich ist der Eingang, nicht der Zeitpunkt der Absendung) oder dort...

Keine Steuernachzahlung wegen schlampiger Arbeitsweise vom Finanzamt

Das Finanzamt darf nicht ohne Weiters einen Steuerbescheid rückwirkend zum Nachteil des Steuerpflichtigen ändern. Dies ergibt sich aus einer Entscheidung des Finanzgerichtes Rheinland Pfalz.

Im vorliegenden Fall hatte ein Arbeitnehmer Verpflegungsmehraufwendungen als Reisekosten in seiner Steuererklärung angegeben, die das Finanzamt im Steuerbescheid zunächst einmal als Werbungskosten im Rahmen einer Einsatzwechseltätigkeit anerkannt hatte. Dann kam die böse Überraschung: Das Finanzamt führte eine Außenprüfung durch und...

Unwirksame Steuererklärung ohne Signatur darf nicht ignoriert werden

Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat entschieden, dass das Finanzamt die Änderung eines Schätzungsbescheides nicht mit der Begründung ablehnen durfte, dass die komprimierte Steuererklärung erst nach Ablauf der Einspruchsfrist eingegangen ist.

Im vorliegenden Fall hatte das Finanzamt am 23.07.2008 einen Steuerbescheid in Form eines Schätzungsbescheides  erlassen, weil trotz Aufforderung zuvor keine Einkommensteuererklärung abgegeben worden war. Am 29.07.2008 ging darauf hin beim Finanzamt die – nicht mit einer elektronischen Signatur versehene –...

Kann das Finanzamt Originalbelege während der Bearbeitungszeit zurückbehalten?

Kann das Finanzamt Originalbelege zurückhalten? Es kann, jedoch nicht ewig.

So vieles In Deutschland hat seine Ordnung und seine Zeit. Nirgendwo anders als hier hat der Soziologe den Prototypen einer Bürokratie gefunden, dem Idealtypus einer –durchaus positiv gemeinten- ordnungsgemäßen Verwaltung. Plötzliche Bürgeranliegen stören den Verwaltungsprozess doch eher. So auch im...