Wer unter einer schweren Behinderung leidet, kann auch die privaten Fahrten mit seinem PKW als außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Doch grenzenlos ist das nicht möglich.

© sweet_caramel - Fotolia.com

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Bei  starken Beeinträchtigungen haben behinderte Menschen die Wahl: Sie können für jeden mit ihrem Auto gefahrenen Kilometer eine Pauschale in Höhe von 0,30 Euro oder ihre tatsächlichen Ausgaben als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzen. Dies gilt vor allem bei einem festgestellten Grad der Behinderung von 80 oder wenn jemand außergewöhnlich gehbehindert ist-und daher das Merkmal „aG“ in seinen Schwerbehindertenausweis eingetragen worden ist.

Doch das bedeutet keinen Freibrief. Auch diese Kosten müssen sich noch in einem angemessenen Rahmen halten, auch wenn die Maßstäbe hier eher großzügig sind. Hierzu hat das schleswig-holsteinische Finanzgericht entschieden, dass Fahrtkosten für eine Strecke von mehr als 15.000 km im Jahr normalerweise nicht steuerlich abzugsfähig sind.Das Aktenzeichen des Urteils lautet: 1 K 46/07.