Gilt der niedrigere Umsatzsteuersatz für Hotels auch für den Besuch eines Bordells?

© fuxart - Fotolia.com

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Seit dem 01.01.2010 fällt – „dank“ der Interessenspolitik der FDP für ihre Klienten – nur noch der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7% für die Übernachtung in einem Hotel an.

Aufgrund der vielfältigen Abgrenzungsproblemen in der Praxis gibt es nunmehr einen Erlass des Bundesfinanzministeriums an die nachgeordneten Finanzbehörden der Länder, der auf den 05.03.2010 datiert ist. In diesem Schreiben wird – mehr oder weniger genau – aufgeführt, was alles unter den Begriff der Hotelübernachtung fällt – und was nicht.

Witzig ist, was das so alles drin steht. Beispielsweise sollen die Umsätze für eine Übernachtung in einem Bordell weiterhin zu dem Regelststeuersatz von 19% versteuert werden. Hierüber haben verbände von Prostituierten enttäuscht reagiert – und auch wohl hinter vorgehaltener Hand auch viele „Kunden“. Das Gleiche gilt übrigens auch für Angebote im Wellnessbereich. Tierfreunde haben ebenfalls das Nachsehen, weil Übernachtungen in Tierpensionen ebenfalls von diesem Steuerprivileg ausgenommen sind.

Dieses BMF-Schreiben kann im Internetauftritt des Bundesfinanzministeriums abgerufen werden.

1 Kommentar

  • Da es im Regelfall eher selten zu einer kompletten Übernachtung im Bordell kommt, es dann wenig wahrscheinlich erscheint, von der „Dienstleiterin“ einen gesetzeskonformen Übernachtungsbeleg zu bekommen… ist dieser „Nachteil“ lediglich von theretischem Wert.

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