Sind Unterhaltszahlungen an den mittellosen nichtehelichen Lebenspartner als außergewöhnliche Belastungen steuerlich abzugsfähig?

© Niceshot - Fotolia.com

© Niceshot - Fotolia.com

Das Finanzamt erkennt normalerweise Unterhaltsleistungen, die an unterhaltsberechtigte Verwande bzw. den bedürftigen Ehegatten gezahkt werden, in Höhe von höchstens 8004,- Euro im Kalenderjahr als außergewöhnliche Belastungen an. Hierzu gehört nicht der Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft.

Gleichwohl muss das Finanzamt auch bei einem nichtelichen Partner in bestimmten Fällen  die Aufwendungen für Unterhalt als außergewöhnliche Belastungen anerkennen. Das gilt beispielsweise bei einem mittellosen Lebenspartner, der mit dem Steuerpflichtigen im gleichen Haushalt in Form einer eheähnlichen Gemeinschaft zusammenlebt. Dies gilt jedenfalls dann, soweit aufgrund der Unterhaltsleistungen beim bedürftigen Partner die Sozialleistungen gekürzt werden. Dies hat jetzt der Bundesfinanzhof entschieden (Az. VI R 64/08).

Hier muss das Finanzamt auch dann die geltend gemachten Unterhaltsleistungen ohne Kürzung durch die sogenannte „Opfergrenze“ anerkennen. Das Finanzamt darf hier also nicht einfach einem Teil der Unterhaltszahlung die steuerliche Anerkennung  verweigern und dies damit begründen, dass dass dieser nicht mehr in einem angemessen Verhältnis zum Nettoeinkommen des zahlenden Steuerpflichtigen steht.

1 Kommentar

  • Ich hätte zu diesem Beitrag eine Frage. Müssen die nichtehelichen Partner an der gleichen Adresse gemeldet sein? Oder darf einer noch bei den Eltern gemeldet sein.

    Antworten