Müssen gewöhnliche Steuerzahler ebenfalls ihre Belege über Jahre aufbewahren?

© Falko Matte - Fotolia.com

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Privatleute brauchen ihre Aufzeichnungen und Steuerunterlagen nach dem Erlass des Steuerbescheides generell nicht mehr aufzubewahren. Ganz anders sieht die Welt bei Unternehmern aus: Sie müssen ihre Unterlagen bis zu 10 Jahre aufheben und müssen auch ohne besonderen Grund mit Besuchen des Fiskus  rechnen.

Allerdings sieht ein Gesetzesentwurf des Bundesfinanzministeriums vor, dass normale Steuerzahler stärker in die Pflicht genommen werden. Sie sollen ihre Aufzeichnungen und Unterlagen 6 Jahre aufbewahren, wenn sie über ein Jahreseinkommen von über 500.000 Euro verfügen. In diesem Fall müssen sie nach diesem Gesetzesentwurf auch mit Außenprüfungen rechnen. Hierdurch sollen Steuerausfälle zukünftig besser verhindert werden. Von dieser Änderung wären in Deutschland etwa 30.000 Menschen betroffen. Nach Ansicht des Bundesrechnungshofes werden Leute mit einem hohen Einkommen bisher zu wenig überprüft.