Drohender Bankencrash
Dienstag, den 30. September 2008 (Harald Büring)Der Staat hat erneut einer klammen Bank unter die Arme gegriffen. Doch um welchen Preis?
Die Bundesregierung – und auch einige Großbanken- haben mal wieder ein gutes Werk getan. Sie hat dem angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate mit Sitz in München tatkräftig finanziell Unterstützung zukommen lassen, um damit eine Bankenpleite zu verhindern. Dabei flossen Darlehen sowie Bürgschaften in Höhe von insgesamt 35 Milliarden Euro. Wenn es hier zu einem Verlust kommt, muss mal wieder der Steuerzahler kräftig bluten. Für den größten Teil müssen nämlich nicht die Banken, sondern der Staat aufkommen. Dies verhinderte übrigens nicht, dass der Kurs der Hypo-Aktie bis zu 71% einbrach.
Im Falle eines Verlustes ist auch damit zu rechnen, dass viele soziale Projekte leiden werden, wie etwa die Krippenförderung. Von Seiten der Regierung ist übrigens nicht die Weiterführung, sondern die Auflösung dieses Unternehmens vorgesehen. Ziel der ganzen Aktion war es, eine Ausbreitung der Finanzkrise zu verhindern. Ob das wohl klappt?
Ähnliche Artikel: