Mit Sport Geld zu verdienen und Steuern zu sparen ist nicht einfach.

(c) markos86 - Fotolia.com

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Hier ging es um einen Kläger, der als Angestellter tätig war. Außerdem war er für einen Sportverein Mitglied in der ersten Bundesligamannschaft im Bereich „Gewichtheben“. Während einer Außenprüfung beim Sportverein, fand das Finanzamt Zahlungen in Höhe von 9.400 DM an den Kläger, die der Sportverein zum Teil als „Aufwendungen Bundesliga“ und zum Teil als „Siegerprämie“ betitelt hatte. Das Finanzamt erfasste die Zahlungen beim Kläger daher als Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Der Kläger ging dagegen mit Einspruch und Klage an und erklärte, dass er das Gewichtheben als Amateursportler nicht wegen des Geldes betreiben würde. Durch den Sport würden ihm Mehrkosten für die Verpflegung in Höhe von etwa 400 bis 500 Euro monatlich entstehen. Diese müssten als Betriebsausgaben berücksichtigt werden und übersteigen die Einnahmen.
Der Bundesfinanzhof war anderer Auffassung. Die – immerhin unstrittigen – Mehraufwendungen für Verpflegung können nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden, da sie durch den Sport veranlasst sind. Als Betriebsausgaben, oder Werbungskosten, sind maximal die sog. Verpflegungsmehraufwendungen abziehbar. Ob der Kläger überhaupt Mehraufwendungen für Verpflegung aufgrund Auswärtstätigkeiten im Zusammenhang mit seinem Sport geltend machen kann, muss nun das Finanzgericht entscheiden. Auch darf sich das Finanzgericht nochmal mit der Einkunftserzielungsabsicht des Klägers beschäftigen. Insgesamt muss ein Totalgewinn, über das gesamte Bestehen des Betriebs hinweg, erzielt werden.
(BFH vom 09.04.2014 – X R 40/11)