Mitglieder müssen bei der Abrechnung von Leistungen wie fremde Dritte behandelt werden – sonst geht es schief.

(c) Klaus Eppele - Fotolia.com

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Im vorliegenden Fall hatte der Kläger von „seinem“ Verein Wirtschaftsgüter gemietet wofür nach Jahren ein Entgelt berechnet wurde. Das Finanzgericht Sachsen-Anhalt ging daher von einer verdeckten Gewinnausschüttung aus, da einem fremden Dritten gegenüber sofort abgerechnet oder auch eine Regelung über eine Verzinsung festgelegt worden wäre. Das FG Sachsen-Anhalt hatte daher die Entgeltlichkeit als nicht ernstlich gewollt eingestuft. Das FG Sachsen-Anhalt hatte die Revision nicht zugelassen, doch der Kläger wollte sich sein Recht im Rahmen einer Nichtzulassungsbeschwerde einfordern. Allerdings hatte auch der Bundesfinanzhof kein Einsehen. Nur bei sog. Fehlbuchungen, die auf einem Versehen beruhen, kann eine verdeckte Gewinnausschüttung verhindert werden. Handelt es sich aber bei dem Bilanzierungsfehler um einen außerbetrieblichen Vorgang, der durch den Gesellschafter bewusst veranlasst ist, kommt keine Neutralisierung in Betracht. Auch die Aktivierung einer Ausgleichsforderung gegen den Gesellschafter ändert auch nichts an der verdeckten Gewinnausschüttung. Wäre sofort im Jahr des Überlassens eine Forderung gegen den Kläger eingebucht worden, wäre es nicht zu der verdeckten Gewinnausschüttung gekommen.
Die Revision wurde damit nicht zugelassen.
(BFH vom 18.03.2014 – V B 33/13)