Betriebe gewerblicher Art können eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung erstellen – grundsätzlich.

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Grundsätzlich sind Gewinne durch einen Betriebsvermögensvergleich zu ermitteln. Sind Steuerpflichtige nicht dazu verpflichtet Bücher zu führen und regelmäßige Abschlüsse zu erstellen, kann der Gewinn durch Einnahme-Überschuss-Rechnung ermittelt werden.
Das Bundesfinanzministerium stellte in einem Schreiben folgende Punkte klar:
–    die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist nicht wegen einer doppelten Buchführung ausgeschlossen
–    für einen Betrieb gewerblicher Art entfällt die Möglichkeit zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung nicht, nur weil für einen Eigenbetrieb Bücher zu führen und Abschlüsse zu machen sind
–    dass nicht allein der Umstand, dass nicht das gesamte notwendige Betriebsvermögen des Betriebs gewerblicher Art in einer für den Betrieb gewerblicher Art aufgestellten Bilanz enthalten ist, die Möglichkeit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung begründet
–    der Dauerverlustbetrieb einer juristischen Person des öffentlichen Rechts wird nicht deshalb buchführungspflichtig, weil die Umsatzgrenzen der Abgabenordnung (§141 (1) AO) überschritten werden, wenn dieser mangels Gewinnerzielungsabsicht kein gewerbliches Unternehmen darstellt.
(BMF vom 03.01.2013 – IV C 2 – S 2706/09/10005)